Regelkreise
1 Vorbemerkungen
Anfang
des Dokuments
Achtung: Der Text enthält keine
Abbildungen. Eine Version mit erläuternden Screenshots
ist in Planung.
Mit Hilfe von Regelkreisdarstellungen
sollen komplexe und schwer überschaubare rückgekoppelte
Systeme vereinfacht und auf gemeinsame Prinzipien zurückgeführt
werden. Insbesondere in den 70er Jahre hat man große
Hoffungen in die Kybernetik bzw. das Arbeiten mit Regelkreisschemata
gesetzt. Gerade in der biologiedidaktischen Diskussion
jener Jahre nahm die Thematik breiten Raum ein. Es wurden
eine Überwindung der Denkbarrieren an Fächergrenzen
und ein verbessertes Begriffslernen erwartet (vgl. SCHAEFER
1978).
Diese Zuversicht ist inzwischen weitgehender
Ernüchterung gewichen. Inzwischen wird von einem "Rückzug
der Bio-Kybernetik aus dem Biologieunterricht" gesprochen
(HÖGERMANN 1989; S. 21). Bis heute sind die Hintergründe
dieser Rezession noch nicht eingehend untersucht worden.
Einer der wesentlichen Gründe dürfte aber in folgendem
liegen:
Regelkreisschemata im herkömmlichen Sinne
reduzieren nicht nur komplexe Sachverhalte auf Gemeinsamkeiten,
sie reduzieren auch das Verhalten dynamische Systeme
auf statische Wiedergabe derselben auf einem Blatt Papier.
Damit wird eine zentrale Eigenschaft geregelter Prozesse
ausgeklammert und muß durch den Schüler rekonstruiert
werden.
Dieses Problem hat man schon früh erkannt.
Einige der ersten Biologie-Softwareprodukte haben kybernetische
Fragestellungen aufgearbeitet. Mit der Verfügbarkeit
des Mediums "Computer" war es möglich geworden, dynamische
Systeme in ihrem Zeitverhalten zu simulieren und somit
zu realistischeren Abbildungen der Wirklichkeit zu gelangen.
Leider haben viele der in der Vergangenheit
entwickelten Programme einige entscheidende Nachteile,
die sie für den Einsatz im Unterricht nur bedingt geeignet
erscheinen lassen. Insbesondere die Präsentation der
Sachverhalte und die graphische Aufarbeitung lassen
viele Wünsche offen. Auch die Darstellung der Inhalte
und die Benutzerführung sind vielfach unbefriedigend.
Dies waren Gründe für unseren Entschluß,
einige wichtige Regelkreisschemata erneut in ein Computerprogramm
zu übertragen. Insbesondere achteten wir darauf, dem
Benutzer eine ansprechende und weitgehend selbsterklärende
Arbeitsumgebung zu schaffen. Bei allen Programmteilen
wurde versucht, größtmögliche Interaktivität zu gewährleisten.
Es wurde weitgehend auf Sequenzen verzichtet, bei denen
der Benutzer nur Zuschauer ist und das Programm wie
ein Film auf dem Bildschirm abläuft. Die Steuerung des
Programms bleibt immer in den Händen des Benutzers.
Drei verschiedene Regelkreisschemata sind
für das vorliegende Programm REGELKREISE ausgewählt
worden, von denen eines nichtbiologischer Natur ist.
Dieses beschäftigt sich mit der Regelung eines Niedertemperaturofens
und soll als einfaches, leicht zu verstehendes Beispiel
zu den komplizierteren biologischen Beispielen hinführen.
Das zweite Schema hat die Regelung des pH-Wertes im
Darm zum Thema. Herbei handelt es sich um einen relativ
einfachen biologischen Regelkreis. Im dritten Schema
wird die Blutzuckerregelung thematisiert. Das Verständnis
dieser Regelung ist Voraussetzung dafür, die Ursachen
der weit verbreiteten Blutzuckerkrankheit (Diabetes
mellitus) zu erfassen. Bei der Regelung des Blutzuckerspiegels
sind zwei Regelkreise miteinander verschachtelt. Es
ist versucht worden, das Schema bei gleichzeitiger Berücksichtigung
der wichtigsten Einflußgrößen so zu vereinfachen, daß
es für Schüler der Sekundarstufe II verständlich wird.
2 Arbeiten mit REGELKREISE
Anfang
des Dokuments
Wir gehen davon aus, daß Sie mit der Handhabung
eines Personalcomputers und den grundlegenden Befehlen
des Betriebssystems MS-DOS vertraut sind.
2.1 Starten von REGELKREISE
Voraussetzung für das Arbeiten mit REGELKREISE
ist die Installation von zwei Diskettenlaufwerken oder
einer Festplatte. Außerdem müssen Sie eine Maus und
eine EGA- oder VGA-Graphikkarte besitzen.
2.2 Starten von Festplatte
Gehen Sie in das Unterverzeichnis, das
Sie beim Installieren von REGELKREISE eingerichtet haben,
z. B. C:>CD RK RETURN Jetzt geben Sie zum Starten
des Programms START ein C:\RK>START RETURN Es erscheinen
zwei Eröffnungsbildschirme mit Copyrightvermerken.
Im Anschluß öffnet sich der Hauptmenübildschirm.
3 Bedienung von REGELKREISE
Anfang
des Dokuments
3.1 Allgemeines und Hauptmenübildschirm
Der formale Aufbau aller acht in REGELKREISE
verwendeter Bildschirme ist gleich.
1. Links ist eine Menüleiste, in der sich
Knöpfe befinden, mit denen man Hilfen und Informationen
anfordern kann. Simulationen werden von hier aus gestartet.
Im einzelnen werden die Menüleisten bei der Beschreibung
der verschiedenen Bildschirme erläutert.
2. Rechts daneben ist das große Ansichtsfeld,
in dem die inhaltlichen Informationen dargestellt werden.
Auch hier befinden sich Knöpfe, die angewählt werden
können.
3. Im unteren Bildschirmbereich ist ein
Status- und Eingabefeld.
Sämtliche Eingabeaufforderungen und Eingaben
mit der Tastatur werden in diesem Bildschirmbereich
angezeigt und vorgenommen
Wichtigstes Werkzeug bei der Arbeit mit
REGELKREISE ist die Maus. Alle Knöpfe in der Menüleiste
und im Ansichtsfeld werden mit der linken Maustaste
betätigt. Die Tastatur wird nur zu Eingaben im Eingabefeld
benötigt.
REGELKREISE enthält folgende acht Bildschirme:
1. Hauptmenübildschirm
2. Bildschirm: Allgemeiner Regelkreis
3. Bildschirm: Schaubild Ofenregulation
4. Bildschirm: Simulation der Temperaturregelung
beim Ofen
5. Bildschirm: Vereinfachtes Schema zur
Blutzuckerregelung
6. Bildschirm: Ausführliches Schema zur
Blutzuckerregelung
7. Bildschirm zur Veranschaulichung der
pH-Regelung im Darm
8. Bildschirm zur Simulation der pH-Regelung
im Darm.
Durch Anklicken des entsprechenden Begriffs
im Hauptmenü gelangt man in fast alle Bildschirme. Nur
in Bildschirm 6 kommt man ausschließlich über Bildschirm
5. In das Hauptmenü zurück kommt man immer durch Anklicken
des Knopfes Menü in der Menüleiste.
Der Zugriff ist wahlfrei. Es ist also
möglich, daß die Schüler den Programmdurchlauf individuell
gestalten. Sie können die Programmteile aufrufen, die
sie am meisten interessieren, über die sie am wenigsten
wissen usw. Durch die Anordnung der Knöpfe in einer
Ellipse soll schon optisch deutlich gemacht werden,
daß keine Reihenfolge vorgegeben wird .
Die Menüleiste enthält eine Reihe von
Knöpfen, von denen einige in bestimmten Bildschirmen
ausgeblendet sind.
Die HILFE-KNÖPFE enthalten kontextabhängige
Hilfestellungen zur Bedienung der verschiedenen Programmteile.
Durch Betätigen der INFO-KNÖPFE erhält man Sachinformationen
zu den jeweiligen Bildschirmen. Nach Anklicken von HILFE-
oder INFOKNÖPFEN öffnen sich im unteren Bildschirmbereich
dreizeilige Pop-Up-Fenster. Nicht immer ist die gesamte
Information in drei Zeilen dargestellt. Manche Texte
sind länger. Um zunächst nicht sichtbare Texte anzusehen,
klickt man mit der Maus auf das kleine Dreieck mit der
Spitze nach unten in der rechten unteren Ecke des Pop-Up-
Fensters. Der Text springt bei jedem Klicken eine Zeile
nach unten. Bei Dauerdrücken der Maus fließt der Text
nach unten. Mit der Pfeil_nach_unten-Taste ist es ebenfalls
möglich, im Text zeilenweise nach unten zu springen.
Analog kann man sich mit dem Dreieck mit dem Pfeil nach
oben bzw. der Pfeil_nach_oben-Taste im Text rückwärts
bewegen. Das Textende wird jeweils durch eine Reihe
mit Sternchen gekennzeichnet. Der Ende-Knopf beendet
von allen Bildschirmen aus nach Benutzerbestätigung
das Programm. Durch Betätigen des MENÜKNOPFES gelangt
man immer ins Hauptmenü. In den meisten Bildschirmen
können und sollen Eingaben vom Benutzer getätigt werden.
Achten Sie in allen Eingabefeldern darauf, daß der Cursor
vor Beginn der Eingabe am Feldanfang steht. Sollte dies
nicht der Fall sein, bewegen Sie den Cursor mit der
Taste Pfeil_nach_links dorthin. Beim Löschen von Fehleingaben
muß die Entf-Taste verwendet werden Die Taste Löschen_links
funktioniert in gleicher Weise wie die Taste Pfeil_nach_links!
Mit dem ENDE-KNOPF kann das Programm nach
Bestätigung verlassen werden. Alle anderen Knöpfe sind
bei den verschiedenen Bildschirmen erklärt.
3.2 Bildschirm "Allgemeiner Regelkreis"
Ein allgemeines Regelkreisschema wird
dargestellt. Die Begriffe stehen bei den zugehörigen
Symbolen. Informationen zu einzelnen Begriffen erhält
man durch Anklicken des entsprechenden Begriffes. Im
unteren Bereich des Bildschirmes öffnet sich dann ein
Pop-Up-Fenster, das Begriffserklärungen enthält. Die
Bedienung dieser Fenster erfolgt genauso, wie bei den
Hilfe- und Info-Knöpfen beschrieben.
3.3 Bildschirm: Schaubild Ofenregulation
Die Regelung der Temperatur eines Heizkessels
wird dargestellt. Die für die Regelung relevanten Begriffe
des Heizofensystems werden angegeben. Diesen Begriffen
sollen die Begriffe das allgemeinen Regelkreisschemas
zugeordnet werden. Hierzu muß der Knopf Eingabe in der
Menüleiste betätigt werden. Anschließend kann ein Begriff
angeklickt werden, dem ein Regelkreisbegriff zugeordnet
werden soll. Es muß dabei keine Reihenfolge beachtet
werden. Das dem angeklickten Begriff zugehörige umrahmte
Feld wird gerastert und unten im Eingabefeld erscheint
der Cursorstrich. Der gesuchte Begriff wird jetzt eingetippt
und anschließend die Eingabetaste betätigt. Wurde der
richtige Begriff erkannt, springt der Name in den gerasterten
umrahmten Bereich im Ansichtsfeld. Hierbei wird auch
auf korrekte Rechtschreibung geachtet.
Nur fehlerfrei eingetippte Namen werden
akzeptiert. Wurde ein falscher Begriff eingegeben oder
inkorrekt geschrieben, erscheint die Eingabeaufforderung
erneut. Das Programm fragt so lange nach dem einmal
ausgewählten Begriff, bis er korrekt gefunden wurde
oder eine Neuauswahl durch Betätigen der ESC-TASTE freigegeben
wurde! Mit Hilfe des Knopfes LÖSCHEN ALLER EINGABEN
können alle einmal gemachten Eingaben gelöscht werden.
Der Bildschirm steht jetzt einer vollständigen Neubearbeitung
zur Verfügung. Sollte das Schema unklar sein bzw. es
nicht möglich sein, alle Begriffe korrekt zuzuordnen,
kann über den INFOKNOPF ein Informationstext über die
Regulierung eines Heizofens sichtbar gemacht werden.
Über den Knopf SIMULATION kann direkt in den Bildschirm
"Simulation der Temperaturregelung beim Ofen" gesprungen
werden.
3.4 Bildschirm: Simulation der Temperaturregelung
beim Ofen
Durch Anklicken des Knopfes SIMU wird
die Simulation gestartet. Im Eingabefeld erscheint eine
Aufforderung. Es muß ein Sollwert eingegeben und dieser
anschließend mit RETURN bestätigt werden. Bei einem
zulässigen Wert springt dieser in das Sollwertkästchen
im Ansichtsfeld.
Wurde kein korrekter Sollwert eingegeben,
bekommt der Benutzer eine Rückmeldung und wird zu einem
erneuten Versuch aufgefordert. Dann wird analog die
momentane Kesseltemperatur eingegeben. Im Anschluß beginnt
die eigentliche Simulation. Diese ist beendet, sobald
der Sollwert erreicht ist. Jetzt folgt die Aufforderung,
eine Störgröße einzugeben. Zwei Arten von Störgrößen
sind denkbar: Abkühlung und Überhitzung. Wenn eine Abkühlung
simuliert werden soll, muß ein Minuszeichen und die
Abkühlung in °C eingetippt werden, bei einer
Überhitzung wird nur der Wert in °C eingegeben.
Im Anschluß wird das Verhalten des Systems
bei der eingegebenen Störung simuliert. Erfolgt eine
Fehleingabe, kann man sich durch Anklicken des entsprechenden
Knopfes Informationen auf den Bildschirm holen. Beim
nochmaligen Klicken auf den Knopf SIMU springt die Steuerung
genau an die Stelle in der Simulation, an der sie verlassen
wurde. Durch Betätigen der ESC-TASTE wird die Simulation
vorübergehend verlassen. Auch in diesem Fall kommt man
durch erneutetes Betätigen des Simu-Knopfes an die Stelle,
die man vorher verlassen hat. Will man eine neue Simulation
starten, muß zunächst der Knopf LÖSCHEN DER WERTE angeklickt
und anschließend erneut SIMU gedrückt werden. Mit Hilfe
des Knopfes BILD gelangt man wieder in das Ofen-Schaubild.
3.5 Bildschirm: Vereinfachtes Schema zur Blutzuckerregelung
Das Ansichtsfeld zeigt einen Teil des
Schemas der Blutzuckerregulation. Er soll zur ersten
Orientierung dienen. Informationen zum Thema können
mit dem entsprechenden Knopf angefordert werden. Der
Knopf WEITER führt zum kompletten Schema.
3.6 Bildschirm: Ausführliches Schema zur Blutzuckerregelung
Die Regelung des Blutzuckers läßt sich
durch Betätigen des Knopfes SIMU simulieren. Vom Benutzer
können verschiedene Eingangsparameter eingegeben werden.
Genaueres hierzu finden Sie in Kapitel 4. Fehleingaben
werden nicht angenommen. Die Simulation läuft so langsam,
daß die komplizierte Regelung leicht zu verfolgen ist.
Mit Hilfe von Protokollblättern kann das Verhalten der
verschiedenen Parameter dokumentiert werden. Die Größen
werden mit Hilfe von Säulen im Ansichtsfeld veranschaulicht.
Darüber hinaus werden die jeweils aktuellen
Zahlen eingeblendet. Die Simulation kann mit Hilfe der
ESC-TASTE unterbrochen werden. Nach erneuter Betätigung
der SIMU-TASTE fährt die Simulation an der Stelle fort,
an der sie unterbrochen wurde. Wenn man neu beginnen
will, müssen die Knöpfe LÖSCHEN DER WERTE und dann SIMU
gedrückt werden. Der Knopf INFO-TEILSYSTEM führt wieder
zum vereinfachten Schema der Blutzuckerregulierung.
3.7 Bildschirm zur Veranschaulichung der pH-Regelung
im Darm
Die Eingabe erfolgt analog zum Bildschirm
"Schaubild Ofenregulation". Auch hier kann mit dem Knopf
SIMU direkt in den Bildschirm "Simulation der pH-Regelung
im Darm" gesprungen werden.
3.8 Bildschirm zur Simulation der pH-Regelung im Darm
Die Simulation wird mit dem Knopf SIMU
gestartet. Im Eingabefeld müssen die vom Programm geforderten
Werte eingetippt werden. Fehleingaben werden nicht angenommen.
Aktueller pH-Wert und Menge des Sekretinausstoßes werden
mit Hilfe von Säulendiagrammen veranschaulicht. Die
Simulation läuft langsam ab, damit sie leicht zu verfolgen
ist. In Analogie zum Verhalten von Lackmus färbt sich
der Darminhalt bei einem pH-Wert von 7 und mehr violett.
Mit der ESC-kann die Simulation unterbrochen werden.
Nach erneuter Betätigung der Simu-TASTE Taste fährt
die Simulation an der Stelle fort, an der sie unterbrochen
wurde. Wenn man neu beginnen will, müssen die Knöpfe
LÖSCHEN ALLER WERTE und dann SIMU gedrückt werden. Die
Aufnahme von Speisebrei in den Darm kann anschließend
simuliert werden. Im Statusfeld erscheinen die entsprechenden
Eingabeaufforderungen.
4 Fachliche Grundlagen
Anfang
des Dokuments
4.1 Das Regelkreisschema
Betrachtet man die Reaktionen biologischer
Systeme, wie z.B. die Pupillen-Reaktion oder die Änderung
von Herzschlag- und Atemfrequenz, auf äußere Einflüsse
und vergleicht sie mit technischen Regelsystemen, wie
etwa das Konstanthalten von Temperaturen im Kühl- oder
Heizsystemen, so lassen sich deutliche Parallelen feststellen.In
allen diesen Fällen wird der momentane Zustand einer
variablen Größe gemessen und mit einem vorgegebenen
Wert verglichen. Weichen diese beiden Werte voneinander
ab, reagiert das System in der Weise, daß es der Abweichung
vom vorgegebenen Wert entgegenwirkt. Man spricht von
negativer Rückkoppelung oder negativem "feed back".
Die einzelnen Teile solcher Regelsysteme
lassen sich in einem Blockschaltbild übersichtlich darstellen.
Die in vielen Lehrbüchern der Biologie
verwendete Darstellungsweise stammt von HASSENSTEIN
(1977) und weicht von derjenigen ab, die für technische
Regelkreise (DIN 1968) üblich ist. Wir haben uns an
Hassensteins Schema orientiert. Die Begriffe zum Regelkreisschema
wurden von SCHAEFER (1972) übernommen.
HASSENSTEIN (1977, S.43) erläutert sein
Blockschaltbild folgendermaßen: "Die Darstellung soll
übersichtlich bleiben, gleichzeitig aber so viele Einzelheiten
wiedergeben wie möglich. Unmittelbare Wirkungen, also
solche, die nicht durch Signale vermittelt werden, sollen
bildlich von Signalverbindungen unterschieden sein.
Sie sind durch unmittelbaren Kontakt zwischen den Symbolen
der zuständigen Instanzen symbolisiert - siehe z.B.
die beiden großen Pfeile, welche Stellglied und Störgröße
symbolisieren. Signalübertragungen sind durch einfache
Linien ("Leitungen") dargestellt. Das Kennzeichen der
"Negativität" der Rückkoppelung, d.h. der Tatsache der
Gegenwirkung gegen registrierte Abweichungen, formal
also ein "Vorzeichenwechsel" von plus zu minus oder
von minus zu plus, ist durch das in die Leitung eingefügte
Kreissymbol versinnbildlicht, welches an seinem Ein-
und Ausgang verschieden getönt ist. Die gewählte Richtung
der Signalleitung - vom Sinnesorgan an zunächst aufwärts,
dann aber nach links und entgegen dem Uhrzeigersinn
zurück zum Ausführungsorgan - soll zweierlei wiedergeben:
Erstens, daß die Meldungen der Sinnesorgane im Organismus
zunächst zu funktionell übergeordneten "höheren" Instanzen
(ZNS) geleitet werden, und zweitens, daß es sich um
Rückwirkungen und Gegenreaktionen handelt.(Als Richtung
des voranschreitenden Geschehens empfindet man im Abendland
ja die Schreibrichtung von links nach rechts und die
den Zeitablauf symbolisierende Laufrichtung des Uhrzeigers;
darum sind in der Darstellung des Regelkreises die Gegenrichtungen
dazu gewählt.) Daß die beiden Pfeile, welche die unmittelbaren
Einflüsse auf die Regelgröße darstellen, gegeneinander
gerichtet sind, stellt schließlich dar, daß diese beiden
Einflüsse einander additiv überlagern."
Die einzelnen Begriffe in dem allgemeinen
Schema haben folgende Bedeutung:
Regelgröße: der Vorgang oder Zustand,
dessen Änderung von Korrekturreaktionen beantwortet
wird und der dadurch mehr oder weniger konstant gehalten
wird.
Störgrößen: Einwirkungen der Außenwelt
auf die Regelgröße Stellgröße: die vom Stellglied aufgebrachte
Größe, die der entsprechenden Störgröße entgegenwirkt.
Sollwert: der Zustand, auf den die aktiven
Korrekturmechanismen hinarbeiten und in welchem keine
Korrekturreaktionen erfolgen.
Istwert: der zum Zeitpunkt der Messung
im System bestehende Wert der Regelgröße.
Sind Sollwert und Istwert unterschiedlich
groß, liegt eine Regelabweichung vor, die Korrekturreaktionen
auslöst.
Stellwert: Wert der Regelabweichung, der
an das Stellglied weitergegeben wird.
Fühlglied: Bauteil zur Messung des Zustandes
der Regelgröße.
Regelglied: Bauteil, das Sollwert und
Istwert miteinander vergleicht.
Stellglied: Bauteil, der die Stellgröße
aufbringt und der Störgröße entgegenwirkt.
Führungsglied: Bauteil, der dem Regelglied
den Sollwert vorgibt.
Zusammengenommen bildet das ganze System
einen in sich geschlossenen Regelkreis, dessen "Leistung
die (selbsttätige) Regelung" (HASSENSTEIN, 1977, S.
46) ist.
4.2 Regelung der Temperatur eines Heizofens
Das Prinzip der Regelung wird in der Technik
immer dann angewandt, wenn es darum geht, vorgegebene
Werte in einem dynamischen System konstant zu halten.
Das Beispiel zeigt den Aufbau eines Temperaturregelsystems
in einem Heizofen. Durch dieses System soll die Temperatur
im Kessel des Ofens, die Regelgröße, konstant gehalten
werden.
Eine kurze Spezifizierung der Regelkreisbegriffe
am Ofen findet sich in Tab. 1. An einer Wählscheibe
(Führungsglied) des Thermostaten, dem Regelglied, wird
die gewünschte Temperatur als Sollwert vorgegeben. Ein
Thermometer, das Fühlglied, mißt die Temperatur im Kessel
des Ofens und gibt diesen Istwert an das Regelglied
weiter. Dieses vergleicht den eingestellten Wert mit
der tatsächlichen Temperatur. Ist die Temperatur im
Kessel niedriger als der Sollwert, gibt das Regelglied
einen elektrischen Impuls, den Stellwert, an den Brenner,
das Stellglied, weiter. Dieser wird eingeschaltet. Die
Wärme, die er erzeugt, wirkt als Stellgröße auf die
Regelgröße, die Kesseltemperatur, ein. Wenn der Sollwert
erreicht ist, wird der Stromfluß zum Brenner unterbrochen.
Ein Überschreiten des Sollwerts wird bei einem intakten
System durch das Regelglied verhindert
Bei dessen technischem Versagen kann es
im Kessel zu einer Überhitzung kommen. Weil die Umgebungstemperatur
niedriger ist als die Kesseltemperatur, sinkt letztere
ständig ab. Nach dem "Prinzip der negativen Rückkoppelung"
wirkt das System also in zyklischer Geschlossenheit
auf sich selbst zurück. Jedes Abfallen der Temperatur
unter den Sollwertbereich löst von selbst Vorgänge aus,
welche zu einer Temperaturerhöhung führen.
| Regelgröße:
|
Temperatur des Heizkessels
|
| Stellgröße:
|
Wärmeproduktion
des Brenners |
| Störgrößen:
|
Abkühlung, Überhitzung
|
| Fühlglied:
|
Thermometer im Heizkessel
|
| Regelglied:
|
Thermostat
|
| Führungsglied:
|
Wählscheibe am Thermostaten
|
| Sollwert:
|
an der Wählscheibe
eingestellte Temperatur |
| Istwert:
|
im Heizkessel herrschende
Temperatur |
| Stellwert:
|
elektrischer Impuls
an den Brenner |
Tabelle 1: Bestandteile des Ofenregelkreises
Der in diesem Beispiel dargestellte Mechanismus
der Ofenregelung ist im regeltechnischen Sinne ein "Zweipunktregler".
Das bedeutet, für das Regelglied sind nur zwei Meldungen
des Fühlgliedes, des Thermometers, von Bedeutung: "Temperatur
gleich oder oberhalb des Sollwertes" und "Temperatur
unter dem Sollwert". Entsprechend kommen auch für das
Stellglied, den Brenner, nur zwei Funktionszustände
in Frage: "Angeschaltet" oder "Abgeschaltet". Sowohl
für das Regelglied als auch für das Stellglied ist der
Übergang zwischen den beiden für sie möglichen Funktionszuständen
sprunghaft, also unstetig. Zweipunktregler sind "unstetige
Regler". Damit das System aber nicht bereits bei geringstem
Temperaturabfall anspricht und somit der Brenner ständig
ein- und ausgeschaltet wird, besitzt das Regelglied
in diesem Beispiel einen Toleranzbereich. Erst wenn
dieser unterschritten wird, setzt es die Regelung in
Gang. Als Beispiel wurde ein Niedertemperaturkessel
gewählt
Der Sollwert kann in dem Temperaturbereich
von 50 bis 60 °C gewählt werden.
4.3 Regelung des pH-Wertes im Darm (Sekretinregelkreis)
Nahrung wird im Magen mit 0,5%iger Salzsäure
versetzt und gelangt so in den Dünndarm. Durch die Säure
wird in dessen Schleimhaut die Freisetzung des Polypeptids
Sekretin angeregt. Sekretin ist ein Gewebshormon des
Dünndarmes. Es wird in den Schleimhautzellen der Darmwand
nach deren Reizung mit Salzsäure oder in der Gallenflüssigkeit
aus dem Prosekretin gebildet und in die Blutbahn abgegeben.
Auf diesem Weg verteilt es sich im ganzen Körper und
gelangt auch zu Zellen der Bauchspeicheldrüse und zu
Drüsenzellen in der Darmwand. Dort führt es zur Ausscheidung
einer großen Menge an Verdauungssaft mit hohem Bicarbonatgehalt
und geringer Enzymkonzentration. Neben der Wirkung auf
die Bauchspeicheldrüse und die Darmwand erhöht Sekretin
auch Volumen und Bicarbonatgehalt der Gallenflüssigkeit.
Der alkalische Verdauungssaft neutralisiert den Inhalt
des Dünndarmes und schafft dadurch das notwendige pH-Milieu
für eine optimale Wirkung seiner Verdauungsenzyme. Auf
diesem Wege regt also der in den Dünndarm eintretende
Speisebrei selbst die Bauchspeicheldrüse zur Sekretion
der Verdauungsenzyme an. Das Hormon Sekretin ist in
diesem Fall der Träger einer Information über eine physikalisch-chemische
Meßgröße, den Säuregrad des Darminhaltes. Es ist funktioneller
Anteil eines Regelkreises. Dieser setzt sich aus den
in Tab. 2 dargestellten Gliedern zusammen:
| Regelgröße: |
Säuregrad (pH-Wert) des Darminhaltes
|
| Stellgröße: |
Menge an basischen Sekreten |
| Störgröße: |
Saurer Magenbrei |
| Fühlglieder: |
pH-sensible Zellen der Darmwand |
| Regelglieder: |
pH-sensible Zellen der Darmwand |
| Stellglieder: |
Zellen von Bauchspeicheldrüse und Darmwand
|
| Istwert: |
pH-Wert des Darminhaltes |
| Sollwert: |
pH=7 |
| Stellwert: |
Sekretinkonzentration im Blut |
Tabelle 2: Bestandteile des Sekretinregelkreises
Das Beispiel zeigt, daß der regeltechnische
Ausdruck "Störung" in diesem Fall nichts für den Organismus
Schädliches beinhaltet. Hier wird ein Regelprozeß dazu
verwendet, eine Verschiebung des pH-Wertes durchzuführen,
die zwischen zwei vom Organismus selbst gewünschten
und hervorgebrachten Werten zu erfolgen hat. Zunächst
einmal wird durch die Produktion der Magensäure das
Milieu für die Verdauungsvorgänge im Magen geschaffen,
z.B. für Pepsin, anschließend bringt die Neutralisierung
durch Bicarbonat optimale Bedingungen für die Enzyme
des Dünndarms.
Im Falle des Sekretins handelt es sich
um eine stetige Regelung, das heißt, der pH-Wert wird
im Darm von den pH-sensiblen Zellen ständig gemessen.
Liegt er unter dem Sollwert, wird über Sekretinfreisetzung
die Produktion von bicarbonathaltigem Verdauungssaft
und Bauchspeichel in Gang gesetzt und damit sichergestellt,
daß die Säure neutralisiert wird.
4.4 Regelung des Blutzuckerspiegels
Bei der Regelung der Konstanthaltung des
Blutzuckerspiegels im menschlichen Körper handelt es
sich um ein äußerst komplexes System. Es sind mindestens
zwei miteinander vernetzte Regelkreise beteiligt, einer
mit dem Regelglied in der Bauchspeicheldrüse, ein zweiter
mit dem Regelglied im Hypothalamus.
Eine relativ einfache und überschaubare
Darstellung der Zusammenhänge findet sich in LINDER
BIOLOGIE (KNODEL, BAYRHUBER 1983). Mit einigen Vereinfachungen,
über die weiter unten noch zu berichten sein wird, ist
dieses Schema in REGELKREISE übernommen worden.
Der Zuckergehalt im Blut wird ständig
überprüft und so geregelt, daß er im Bereich von 60-120
mg Zucker/100 ml Blut liegt. Ist die Konzentration niedriger,
spricht man von Hypoglykämie (Unterzuckerung), ist sie
höher, von Hyperglykämie (Überzuckerung). Überschreitet
der Zuckergehalt im Blut einen Wert von 180 mg/100 ml,
wird Zucker über die Niere in den Harn ausgeschieden
("Nierenschwelle"). Ist dies der Fall, liegt ein Indiz
auf Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) vor. Gemessen
wird der Blutzuckergehalt durch Glucoserezeptoren, die
in der Bauchspeicheldrüse und im Hypothalamus vermutet
werden (SCHMIDT, THEWS 1977). Zahlreiche Störgrößen
wirken auf den Blutzuckergehalt ein. Erhöhend wirkt
die Kohlenhydratzufuhr mit der Nahrung, erniedrigend
der Energiebedarf von Stoffwechselvorgängen. Dieser
ist insgesamt von der momentanen Aktivität einer Person
abhängig. Blutzucker kann durch Abbau von Glycogen aus
der Leber schnell nachgeliefert werden.
Die eigentliche Regulation erfolgt im
wesentlichen über zwei Hormone, die in den Langerhansschen
Inseln der Bauchspeicheldrüse produziert werden:
1. Das Glucagon aus den Ó-Zellen der Langerhansschen
Inseln führt zu einer Erhöhung des Zuckerspiegels im
Blut.
2. Das Insulin aus den ß-Zellen der Langerhansschen
Inseln löst eine Erniedrigung aus.
Die Ausschüttung dieser beiden antagonistisch
wirkenden Hormone wird sowohl durch den Regelkreis mit
Regelglied in der Bauchspeicheldrüse als auch durch
denjenigen mit dem Regelglied im Hypothalamus beeinflußt.
Darüber hinaus spielen noch einige weitere
Hormone eine Rolle: - Adrenalin aus dem Nebennierenmark
- Glucocorticoide aus der Nebennierenrinde - Thyroxin
aus der Schildrüse.
Alle letztgenannten Hormone werden nicht
durch die Bauchspeicheldrüse beeinflußt. Sie sorgen
für einen Anstieg des Zuckergehalts im Blut
Adrenalin ist insbesondere zuständig für
die Bereitstellung von Zucker in Notsituationen.
Im einzelnen sind die in Tab. 3 aufgeführten
Instanzen an der Regulation des Blutzuckers beteiligt:
| |
Regelkreis 1 |
Regelkreis 2 |
| Regelgröße |
Blutzuckerspiegel |
Blutzuckerspiegel |
| Stellgrößen |
Insulinkonzentration, Glucagonkonzentration,
Glucocorticoidkonzentration, Thyroxinkonzentration,
Adrenalinkonzentration |
Insulinkonzentration, Glucagonkonzentration
|
| Störgrößen |
Nahrung, Stoffwechsel |
Nahrung, Stoffwechsel |
| Fühlglied |
Glucoserezeptoren im Hypothalamus |
Glucoserezeptoren in der Bauchspeicheldrüse
|
| Regelglied |
Bauchspeicheldrüse |
Hypothalamus |
| Stellglieder |
Glycogendepot in der Leber, Niere als
Überlaufventil, Zellen als Zuckerverbraucher |
Glycogendepot in der Leber, Niere als
Überlaufventil, Zellen als Zuckerverbraucher |
| Istwert |
aktuelle Blutzuckerkonzentation |
aktuelle Blutzuckerkonzentration |
| Sollwert |
Blutzuckerkonzentration 80-120 mg/100
ml |
Blutzuckerkonzentration
80-120 mg/100 ml |
| Stellwert |
Hormonkonzentration in der Leber |
Hormonkonzentration in der Leber |
Tabelle 3: Bestandteile des Blutzuckerregelkreises.
4.5 Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
Beim Diabetiker versagt die Blutzuckerregulation
aufgrund eines absoluten oder relativen Insulinmangels.
Man schätzt, daß etwa 3% der Bevölkerung in Deutschland
an der Zuckerkrankheit leiden und daß sich etwa 10%
in einem Vorstadium befinden. Diabetes mellitus ist
also eine echte Volkskrankheit. Allein dies rechtfertigt
eine ausführliche Beschäftigung damit im Unterricht
und eine Veranschaulichung mit einem Computerprogramm.
Bei der am häufigsten auftretenden Erwachsenendiabetes
nimmt die Insulinsekretion meist nach dem 40. Lebensjahr
langsam ab.
Neben genetischen Faktoren ist vor allem
Übergewicht für das Auftreten der Krankheit verantwortlich.
Folgen von Insulinmangel sind schlechte Verwertbarkeit
von Glucose in den Zellen und eine Störung des Fettabbaus.
Anstelle von Zucker werden Fette und Eiweiße
zur Energiegewinnung herangezogen. Organische Säuren
aus dem Fettstoffwechsel treten aus den Zellen in das
Blut über. Daraus folgen u. a. Übersäuerung des Stoffwechsels,
Flüssigkeitsausscheidung bis zu 8l/Tag und Gefäßverschlüsse
durch Ablagerungen. Behandelt wird die Krankheit durch
Diät, körperliche Bewegung, Tabletten, die die Insulinproduktion
anregen, und Insulininjektionen. Bei zu hohen Insulingaben
kann es zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommen
(Blutzuckerspiegel <40 mg/100 ml).
Diese äußert sich von Schwindelgefühl
und Kopfschmerzen bis hin zu Krämpfen und Bewußtlosigkeit.
Sofortige Zuckergaben sind als Gegenmaßnahme notwendig.
Ausführlichere Informationen zu Blutzuckerregelung
und Zuckerkrankheit finden sich z. B. bei KATTMANN (1990)
und AHLHEIM (1984).
4.6 Die Blutzuckerregelung in REGELKREISE
Die hier beschriebenen Vorgänge und Sachverhalte
sind gegenüber der Natur vereinfacht. Das REGELKREISE
zugrundeliegende Modell ist noch weiter elementarisiert
worden, um eine gewisse Übersichtlichkeit und Klarheit
zu bewahren.
Die wichtigsten Zusammenhänge können aber
dargestellt und grundlegende Vorgänge simuliert werden.
Anregungen bei der Programmgestaltung gaben uns zwei
englische Programme zur Blutzuckerregelung: ROSE, MORGAN,
SPASIC 1983; KAHN 1987.
1. Nur die drei wichtigsten Stellgrößen
Insulin, Glucagon und Adrenalin sind implementiert.
Glucocorticoide und Thyroxin wurden im Gegensatz zum
Schaubild im LINDER nicht berücksichtigt.
2. Es ist möglich, mit REGELKREISE die
Aufnahme von Nahrung zu simulieren. Zeitpunkt der Aufnahme
und Menge werden vom Benutzer eingegeben. Das Programm
ist so ausgelegt, daß 10 Zeiteinheiten nach Nahrungsaufnahme
der Verdauungsprozeß abgeschlossen ist.
3. Ein Simulationslauf dauert 20 Zeiteinheiten.
Er kann vorzeitig abgebrochen werden.
4. Eine von sieben distinkten Aktivitätsstufen
kann vorgewählt werden: 1. Schlaf
2. Ausruhen
3. Tätigkeit im Sitzen
4. leichte Hausarbeit
5. Handwerkliche Tätigkeiten
6. Schwere körperliche Arbeit
7. Sport an der Leistungsgrenze
5. Der Fluß von Informationen wird durch
bewegte +++-Zeichen verdeutlicht.
Der Blutzuckerspiegel wird durch einen
größenvariablen weißen Balken sichtbar gemacht. Gleichzeitig
wird die Konzentration als Zahl ausgegeben. Analog hierzu
sind die relativen Konzentrationen von Insulin, Glucagon
und Adrenalin dargestellt. Auch das vorgewählte Aktivitätsniveau
wir als Balken angezeigt. Bei Nahrungsaufnahme wird
zusätzlich die jeweils aus der Nahrung in das Blut übertretende
Kohlenhydratmenge als Balken verdeutlicht.
6. Der Benutzer kann durch Werteingaben
vor Beginn der Simulation verschiedene Szenarien wählen.
Der Simulationslauf selbst ist nicht beeinflußbar. Er
läuft der der Grundlage der vorher eingegebenen Werte
ab.
7. Diabetes mellitus kann simuliert werden.
1/10 der normalen Insulinmenge wird in diesem Fall ausgeschüttet.
Zum Ausgleich ist eine externe Insulingabe möglich.
Der Zeitpunkt kann frei gewählt werden
Fünf verschiedene Injektionsstärken sind
möglich, wobei es bei der höchsten Gabe bei bestimmten
Voraussetzungen zu einer Unterzuckerung kommen kann.
8. Wenn der Blutzuckerspiegel einen Wert
von 40 mg/100ml unter- oder von 180 mg/ml überschreitet,
verändert der weiße "Zucker"-Balken im Diagramm seine
Farbe in "schwarz".
9. Ein Adrenalinstoß, d. h., eine kurzzeitige,
vermehrte Adrenalinausschüttung in Folge von plötzlich
auftretenden Streßsituationen, kann simuliert werden.
Der Zeitpunkt für einen solchen Adrenalinstoß kann vom
Benutzer eingegeben werden.
10. Einige weitere Vorgaben, die dem Programm
zugrunde liegen, werden im folgenden kurz aufgelistet:
- Insulin wird ausgeschüttet, sobald die
Blutzuckerkonzentration einen Wert von 90 mg/100 ml
überschreitet. Die Ausschüttung verhält sich linear
zur Zuckerkonzentration im Blut.
- Unterschreitet die Blutzuckerkonzentration
90 mg/100 ml Blut, wird Glucagon ausgeschüttet.
- Wenn die Glucosekonzentration unter
40 mg/100 ml Blut sinkt, wird zusätzlich Adrenalin abgegeben.
- Wenn die Glucosekonzentration im Blut
180 mg/100 ml Blut überschreitet, wird ein Teil der
Glucose über die Leber abgeführt.
- Die Adrenalinkonzentration ist vom Aktivitätslevel
abhängig.
- Bei einem Adrenalinstoß werden 2 Adrenalineinheiten
ausgeschüttet.
- Es ist immer genügend Glycogen in der
Leber vorhanden.
5 REGELKREISE in der Schule
Anfang
des Dokuments
5.1 Allgemeine didaktische Bemerkungen
Die in dem Programm verwendete Darstellung
des Regelkreises entspricht dem von HASSENSTEIN (1977)
entwickelten Schema. Die Terminologie wurde von SCHAEFER
(1972) übernommen. Das HASSENSTEINsche Schema hat sich
in der biologischen Literatur, vor allem in den Schulbüchern,
weitgehend durchgesetzt (vgl. BAYRHUBER 1978). Deshalb
wurde es auch als Basis für dieses Programm verwendet.
Es soll damit vermieden werden, daß bereits durch eine
ungewohnte Darstellung beim Benutzer Verständnisprobleme
auftreten.
Um die einzelnen Teile des Regelkreises
voneinander abzuheben, sind in allen Bildschirmen mit
dem Regelkreisschema die Farben in einheitlicher Weise
bestimmten Funktionen zugeordnet. Die Regelgröße ist
rot gekennzeichnet, beeinflussende Größen, also Stör-
und Stellgrößen, gelb und übergeordnete und übertragende
Instanzen in verschiedenen Blautönen
Bei dem verschachtelten Regelsystem "Blutzucker"
wird einer der Regelkreise durch "grün", der andere
durch "blau" markiert
In den beiden Beispielen "Ofen" und "Sekretin"
wird zunächst die begriffliche Zuordnung eingeübt. Dies
ließe sich auch mit einem Arbeitsblatt erreichen. Der
Computer bietet jedoch den Vorteil der unmittelbaren
Bestätigung einer richtigen bzw. die Ablehnung einer
falschen Zuordnung. Außerdem zwingt das Programm den
Anwender, die Begriffe korrekt zu schreiben. Durch "Löschen
der Werte" werden neue Versuche ermöglicht
Am Beispiel des Heizofens sollen die Schülerinnen
und Schüler die Regelung eines einfachen technischen
Systems kennen und beherrschen lernen. Der Ofen wurde
deshalb gewählt, weil es ein System ist, dessen Teile
den meisten bekannt sein dürfte
Der Programmteil "Sekretin" wurde gezielt
in Analogie zum Ofen entwickelt. Damit soll bewußt gemacht
werden, daß das Prinzip der Regelung in ganz verschiedenen
Systemen Verwendung findet und das allgemeine Regelkreisschema
dementsprechend übertragbar ist
Die Wahl fiel auf Sekretin, weil man von
ihm genau weiß, daß es nur eine begrenzte Anzahl von
Zelltypen beeinflußt und damit im Vergleich zu anderen
biologischen Regelsystemen ein relativ einfaches Beispiel
darstellt (keine übergeordnete Instanz)
Konsequent fortgesetzt wurde die Übertragung
des Regelkreisschemas auch bei der Darstellung der Blutzuckerregulation.
Um dieses Regelsystem noch überschaubar zu halten, wurde
es auf zwei ineinander verschachtelte Regelkreise reduziert.
Es sind damit bei weitem nicht alle Einflußgrößen erfaßt;
im Sinne einer didaktischen Reduzierung halten wir diese
Einschränkung jedoch für vertretbar. Auch im Falle der
Blutzuckerregulation handelt es sich um "stetige" Regelung.
Der Bildschirm mit dem allgemeinen Regelkreisschema
soll "Nachschlagehilfe" sein, wenn es bei der Arbeit
in den verschiedenen Programmteilen Probleme mit dem
Verstehen von Begriffen gibt
Da diese nicht in jedem Fall vorausgesetzt
werden können, sind in den entsprechenden Bildschirmen
unter >Info< Erläuterungen zu finden.
5.2 Didaktische Bemerkungen zu REGELKREISE
5.2.1 Vorkenntnisse
Die Schülerinnen und Schüler sollten den
Regelkreis bereits kennengelernt haben, wenn sie mit
dem Programm arbeiten. Das Programm REGELKREISE ist
nicht als Einführung in das Prinzip der Regelung gedacht.
Zusätzlich zu den Grundbegriffen aus der Biokybernetik
ist ein Grundverständnis zu den humanbiologischen Themenbereichen
der Verdauung und des Blutkreislaufes vorauszusetzen.
Ab Jahrgangsstufe 11 kann davon ausgegangen werden,
daß dieses Grundverständnis vorhanden ist, da diese
Themen in den Lehrplänen der Sekundarstufe I aller Bundesländer
berücksichtigt werden. Bei einem Einsatz in den Klassen
7-10 ist auf jeden Fall darauf zu achten, daß die entsprechenden
Voraussetzungen abgesichert sind. Wenn, wie im Lehrplan
für Haupt- und Realschulen von Hamburg (1985), für die
Klassenstufen 7/8 die Regulierung des Blutzuckerspiegels
als Schwerpunkt ausgewiesen ist, so kann der Einsatz
von Regelkreise bereits zum Ende der 8. Klasse erfolgversprechend
sein.
5.2.2 Adressaten und Anbindung an die Lehrpläne
Sekundarstufe I
Die Hamburger Lehrpläne zeigen, daß die
Auffassung von Högermann (1989), wonach nur für Rheinland-Pfalz
ein klarer Lehrplanbezug hinsichtlich der kybernetischen
Betrachtung in der Sekundarstufe I festzustellen ist,
nicht zutrifft. In den inhaltlichen Hinweisen zu den
Hamburger Lehrplänen (1985) wird z.B. eindeutig mit
dem Begriff "Sollwert" der kybernetische Bezug hergestellt.
In den neueren Lehrplänen steht die Thematik "Kybernetik"
nicht mehr im Vordergrund. Vielmehr wird die kybernetische
Betrachtungsweise als Methode eingesetzt, mit der den
Schülern anhand eines Modells komplizierte und komplexe
Sachverhalte deutlich gemacht werden sollen. In Rheinland-Pfalz
(1978) wird nicht mehr von dem Themenkreis Kybernetik
gesprochen, sondern von der Steuerung und Regelung im
menschlichen Körper. Für Baden- Württemberg (1984) wird
dies ebenfalls deutlich, wenn in einer Lehrplaneinheit
zu dem Themenkreis "Hormone und Entwicklung des Menschen"
der Hinweis erfolgt, daß die Regulation der Schilddrüsenfunktion
in einem einfachen Regelkreisschema dargestellt werden
kann.
Soweit konkrete Angaben für geeignete
Beispiele vorliegen, die einer kybernetischen Betrachtungsweise
bedürfen, finden wir vornehmlich Hinweise zur Regelung
des Zuckerhaushaltes. Deutlich wird dies im Lehrplan
von Schleswig-Holstein (1986). Dort soll am Beispiel
der Regelung des Zuckerhaushalts das Zusammenwirken
von Hormon- und Nervensystem dargestellt werden. Dies
wird konkret untermauert durch die Forderung, daß die
Schüler "die Bedeutung und Wirkungsweise von Insulin
und Adrenalin als Gegenspieler in einem hormonalen Regelsystem
darlegen können." Ebenso deutlich sind die Formulierungen
in den Hamburger Lehrplänen (1985). Für Hamburg gilt,
daß die Regulierung des Blutzuckerspiegels nicht allein
aus der kybernetischen Sicht ihren Betrachtungsschwerpunkt
bezieht, sondern auch wichtig ist "für das Verständnis
des Blutalkoholspiegels oder des Wirkstoffspiegels eines
dem Körper zugeführten Medikaments". In den Richtlinien
für Nordrhein- Westfalen (1978) wird im Gegensatz zu
den anderen Lehrplänen klar auf den Systemcharakter
der Blutzuckerregelung als selbststeuerndes System zweier
Regelkreise hingewiesen. Ebenso wie in Schleswig-Holstein
wird hier auch der Themenkomplex "Streß" angesprochen.
Sekundarstufe II
Die Einbindung kybernetischer Methoden
in die Lehrpläne der Sekundarstufe II ist verständlicherweise
stärker gegeben als für die Sekundarstufe I. In Nordrhein-Westfalen
(1981) wird zum Beispiel der kybernetische Aspekt bei
nahezu allen Kursthemen im fakultativen Bereich für
den Leistungskurs berücksichtigt. Als verpflichtend
vorgeschrieben ist diese Thematik bei der Physiologie
zu berücksichtigen. Vorgeschlagen wird die Behandlung
des allgemeinen Prinzips der Regulation mit Rückkopplung
und Regelkreis, sowie die Darstellung von Regelvorgängen
mit Flußdiagrammen und kybernetischen Schaltbildern.
An Beispielen wird neben dem Grundumsatz (Pflicht) auf
Blutumlauf, Herztätigkeit und Körpertemperatur verwiesen.
Selbst die Darstellung der Enzymtätigkeit mit kybernetischen
Begriffen und Modellen wird für den Leistungskursbereich
als eine Möglichkeit der Vertiefung zu diesem Thema
aufgezeigt. Die Darstellung von Regelkreisen wird ausdrücklich
erwähnt. Entsprechende Vorschläge finden sich auch in
den anderen Lehrplänen wieder. Im Saarland (1988) gilt
sowohl für Gymnasien wie auch für Gesamtschulen, daß
Grundumsatz bzw. Thyroxinmenge im Blut in der Jahrgangsstufe
11 in einem Regelkreis darzustellen sind. In Bayern
(1979) wird für den Kurs 'Verhaltensbiologie' vorgeschlagen,
einen Einblick in biologische Regelsysteme zu verschaffen.
Als Beispiel benennt der Lehrplan einmal die Regulation
der Atemgaskonzentration im Blut, zum anderen den Grundumsatz
durch Thyroxin. Verlangt wird die Darstellung in Form
von Pfeildiagrammen. Bremen (1986) verlangt im Leistungskursbereich
speziell die Behandlung der "Regelprozesse des dioptrischen
Appparates". Im Grundkurs sollen kybernetische Betrachtungen
zum Biologischen Gleichgewicht mit herangezogen werden.
In Schleswig-Holstein (1982) konnte noch bis 1986 für
Grund- und Leistungskurse das Thema "Biologische Kybernetik"
angeboten werden. Der neue Lehrplan von Schleswig-Holstein
(1986) läßt allerdings bei einer Begrenzung auf eine
rein botanische Physiologie den kybernetischen Aspekt
völlig außen vor; der eigenständige Kurs zur Kybernetik
wurde gestrichen. Damit wird der von den meisten anderen
Bundesländern schon in den 70er Jahren vertretene Standpunkt,
daß die Kybernetik in der Schule nicht eine eigenständige
biologische Teil-Disziplin sein kann, sondern eine Methode
zur Veranschaulichung, übernommen, jedoch bislang ohne
die entsprechenden Konsequenzen für die Ausgestaltung
der anderen Kursthemen zu ziehen. Hessen (1980) weist
der biologischen Kybernetik z.B. eindeutig ihren Platz
bei der Thematik "Nerven- Muskel- Sinnesphysiologie"
zu. Baden-Württemberg (1984) differenziert stärker,
indem für den Leistungskurs die Schilddrüse mit ihren
regulatorischen Systemen im Vordergrund steht sowie
für den Grundkurs Blutzuckerregulation und Streß. In
Übereinstimmung mit den meisten Lehrplänen wird im Rahmenplan
des Verbandes Deutscher Biologen (Berck, Graf 1987)
vorgeschlagen, kybernetische Modelle in der Sekundarstufe
II unter der Thematik INFORMATIONSVERARBEITUNG UND VERHALTEN
zur Darstellung physiologischer Prozesse mit heranzuziehen.
Gerade bei diesen Themen ist der Schüler
auf Hilfen angewiesen, die bei der statischen Wiedergabe
auf einem Blatt Papier nicht realisierbar sind. REGELKREISE
wurde konzipiert, um die komplizierten und komplexen
biologischen Regelvorgänge in ihrer Dynamik zu verdeutlichen
und damit die bislang fehlenden Veranschaulichungshilfen
anzubieten. Die komplexitätsreduzierende Simulation
kann experimentell eingesetzt werden, kann hinterfragt
werden und problemorientiert in den Umgang mit komplexen
Sachverhalten einführen. Bei einem Einsatz in der Sekundarstufe
I wird sicherlich der komplexitätsreduzierende Modellcharakter
im Vordergrund stehen. Hier muß der Lehrer die grundsätzlich
offene Dynamik des Programmes mit einem Blick auf die
speziellen Voraussetzungen seiner Schüler klar steuernd
einschränken. Für die Sekundarstufe II können kybernetische
Modelle fruchtbar eingesetzt werden, um den methodischen
Zugriff auf biologische Modelle in propädeutischer Weise
zu erleichtern. Angesichts der grundlegenden Bedeutung
eines Denkens in komplexen Zusammenhängen, auch in anderen
Bereichen, muß die derzeitige Situation an den Schulen
erstaunen. Steinbeck und Markert (1989) führen das Schattendasein
der Kybernetik im Biologieunterricht darauf zurück,
daß es gerade im Unterricht der Sekundarstufe I vielen
Lehrern nicht gelingt, den Schülern zu vermitteln, daß
kybernetische Ansätze das Verständnis für zahlreiche
biologische Sachverhalte erleichtern. Hier soll ein
Programm wie REGELKREISE weiterhelfen.
5.2.3 Zielsetzung der Software und Möglichkeiten des
Einsatzes
In Übereinstimmung mit den Lehrplänen
sollte REGELKREISE zum Abschluß der Sekundarstufe I
und in physiologisch orientierten Kursen der Sekundarstufe
II eingesetzt werden. Das Programm soll den Schüler
anleiten, eigene Denkerfahrungen mit einem Simulationsmodell
zu machen, aber auch Grundbegriffe zu festigen. Die
Zielsetzung besteht darin, Hilfe anzubieten, die es
erlaubt, mittels systemtheoretischer und informationstheoretischer
Ansätze, Lösungsmöglichkeiten für komplexe biologische
Probleme zu erarbeiten (vgl. Mostler, Krumwiede, Meyer
1979). Die Blutzuckerregulation läßt sich z.B. als Modell
für das vernetzte homöostatische System des menschlichen
Körpers einsetzen. Werden hier, wie auch bei der Regulation
des pH-Wertes im Darm, die Grundprinzipien gründlich
erarbeitet und gefestigt, so sollte ein Verständnis
für das Zusammenspiel von Teilsystemen in einem übergeordneten
System entstehen. Das Programm kann nicht den von v. Bertalanffy
(1953) in die wissenschaftliche Diskussion eingebrachten
Aspekt des Fließgleichgewichtes vermitteln. Die hier
vorgenommene didaktische Reduktion ist wichtig für die
problemlose Erarbeitung vernetzter Regelkreissysteme.
Ein Vergleich der Darstellungsweisen von ESCHENHAGEN,
KATTMANN und RODI (1985) zeigt, daß die Berücksichtigung
des Fließgleichgewichts in einem Schema schon bei wenig
komplexen Sachverhalten unübersichtlich erscheint. Spätestens
bei der Nachbereitung von REGELKREISE in der SII sollte
dies nachgeholt werden, eine gute Gelegenheit, problemorientiert
die Grenzen modelltheoretischer Betrachtungen dem Schüler
aufzuzeigen.
5.3 Hinweise zum Unterricht
5.3.1 Hinweise zur Abfolge und Vorbereitung von Unterrichtseinheiten
Da einfache Abfolgediagramme (Hardin 1966)
und Pfeildiagramme (BAYRHUBER, SCHAEFER 1988) relativ
wenig Abstraktionsvermögen verlangen, eignen sie sich
für einführende Unterrichtseinheiten vorab besonders
gut. Parallel zur Erarbeitung mit REGELKREISE kann ebenfalls
auf Pfeildiagramme oder die noch einfacheren Abfolgediagramme
zurückgegriffen werden.
Sekundarstufe I
1. Stunde
In der Sekundarstufe I könnte der Einsatz
von REGELKREISE mit der Regulation des Heizofens beginnen.
Nach einer kurzen Einführung in die Handhabung
des Programms sollte es den Schülern möglich sein, in
Partnerarbeit oder auch in der Kleingruppe die Vorgänge
zu diskutieren und die Ergebnisse in ein Pfeildiagramm
zu übertragen. Dabei sind dann auch Fragen zu den Grenzen
der Regulierbarkeit eines Systems zu stellen.
Der Einstieg sollte problemorientiert
erfolgen, wozu das Programm schon von sich aus anregt.
Bei Überhitzung z.B. soll der Schüler selbständig den
Fehler erkennen. Das ARBEITSBLATT ZUR OFENREGULATION
hilft dabei, diese und mehrere andere Fragestellungen
zu klären. Dem Schüler sollte noch einmal verdeutlicht
werden, daß die Sollwerteinstellung nur in einem begrenzten
Bereich sinnvoll ist, daß eine Regelung kontinuierlich
oder aber diskret durchgeführt werden kann und daß Regulationen
auf ihr Zeitverhalten hin untersucht werden können.
2. Stunde
In der 2. Stunde sollten die Unterschiede
zwischen biologischen und technischen Systemen herausgearbeitet
werden. Dazu ist die Regelung des Darm-pH-Wertes heranzuziehen.
Der pH-Wertbereich im Darm kann zunächst als Vermutung
von den Schülern festgehalten werden, um anschließend
mit dem Programm REGELKREISE den im Modell abgebildeten
Wertebereich zu erarbeiten. Mit Rückbezug auf die OFENREGULATION
kann auch hier der Toleranzbereich erschlossen werden.
Der Schritt zu einem komplexeren Verständnis wird hier
vorbereitet, indem die zweite Dimension um eine dritte
ergänzt wird. Der Arbeitsbogen nimmt die Problematik
der Anordnung von drei Dimension vorweg, für ein 10.
Schuljahr eine absolute Notwendigkeit.
3. Stunde
Erst in dieser Stunde kann die Regelung
des Blutzuckergehaltes thematisiert werden. Dabei treten
neben einer Erhöhung der Variablenanzahl noch zusätzliche
Abhängigkeiten der Variablen untereinander und in der
Vernetzung zweier Teilsysteme hinzu. Zur Regulation
des Blutzuckergehaltes liegen Arbeits- und Protokollbögen
anbei, die eine aktive Erarbeitung selbst von speziellen
Fällen ermöglichen. So läßt sich die Simulation für
einen Nichtdiabetiker mit der für einen Diabetiker bei
verschiedenen körperlichen Belastungen vergleichen.
Da auch Nahrungsmenge und Adrenalinstöße vorgegeben
werden können, muß der Lehrer bemüht sein, bei den Schülern
auf eine Beschränkung der Variationsmöglichkeiten hinzuwirken,
um überschaubare und vergleichbare Versuchsanordnungen
zu erhalten. Günstigerweise wird man in einer 10. Klasse
einen Datensatz vorgeben. Wird in Partnerarbeit oder
in einer Kleingruppe gearbeitet, ist es möglich, jeder
Gruppe einen anderen Datensatz vorzugeben. So lassen
sich dann für den Lehrer vorherbestimmbare Kurvenverläufe
aufzeichnen, die anschließend diskutiert werden können.
4. Stunde
Die 4. Stunde wird in der Regel für die
Auswertung der vorab erstellten Diagramme zur Blutzuckerregulation
notwendig sein. Bei guten Lerngruppen kann man in einer
10. Klasse weitere Stunden darauf verwenden, das Phänomen
Streß aufzuarbeiten. Dazu ist dann wenigstens ein Datensatz
vorzugeben, bei dem eine Adrenalinausschüttung simuliert
wird.
Eine Unterrichtsanregung zum Thema "Glucose
im Fließgleichgewicht" für die Klassenstufen 8 - 10
hat Kattmann (1990) veröffentlicht. In Erweiterung dieser
Unterrichtseinheit könnte REGELKREISE eingesetzt werden.
Sekundarstufe II
Im Oberstufenbereich kann der Regelkreis
zum Blutzucker direkt angegangen werden. Der Schüler,
bzw. die Schülergruppe, hat dann die Möglichkeit, anhand
der anderen Programmteile Lücken und Verständnisschwierigkeiten
zu den grundlegenden kybernetischen Sachverhalten selbständig
aufzuarbeiten. Der erste Einsatz von REGELKREISE könnte
dann darin bestehen, mit den Schülern die wichtigsten
Fachbegriffe zu üben und gleichzeitig mit Pfeildiagrammen
einen Zugriff auf das komplexe Gesamtsystem vorzunehmen.
Der Schüler, oder auch eine Schülergruppe, sollte die
Regulation des Magensaftes vom Blockschema aus in ein
Pfeildiagramm übertragen können. Dies kann z.B. als
Arbeitsauftrag an den Schüler herangetragen werden,
ohne daß es dazu eines gesonderten Arbeitsbogens bedarf.
Die zur Verfügung stehenden Arbeitsblätter lassen sich
für den Leistungskursbereich variieren. Für OFENREGULATION
und REGELUNG DES pH-WERTES IM DARM kann den Schülern
die Entwicklung eines adäquaten Koordinatensystems selber
überlassen werden. Wegen der insgesamt komplexeren Zusammenhänge
bei der Blutzuckerregulation ist bei dieser Thematik
wenigstens das Raster vorzugeben.
Im Leistungskurs lohnt es sich, auf eine
streßbedingte Adrenalinausschüttung näher einzugehen.
Diese Thematik kann den Schüler dazu anregen, selbständig
Informationen zu sammeln und Hypothesen aufzustellen,
um damit anschließend das Modell zu testen. Ausgehend
von einer Einführungsstunde und wenigstens zwei Stunden
für die Blutzuckerregulation wird man in einem Grundkurs
mit 3 Stunden rechnen müssen; im Leistungskurs kann
die Arbeit mit REGELKREISE 6 bis 8 Stunden einnehmen.
Je nach Lehrplanerfordernis und den zur Verfügung stehenden
Freiräumen wird man REGELKREISE zudem in verschiedenen
Kursen wiederholt einsetzen können.
5.3.2 Die Simulation der Blutzuckerregelung im Unterricht
Sekundarstufe I
Vorausgesetzt, die Regelkreisproblematik
ist dem Schüler bekannt und erste Erfahrungen mit REGELKREISE
liegen vor, so kann eine Stunde mit dem Arbeitsauftrag,
Simulationsläufe zu protokollieren, beginnen. Die vorgefertigten
Protokollblätter werden ausgeteilt, die Anfangswerte
sind vom Lehrer bereits eingetragen oder an der Tafel
vermerkt. Bei nicht arbeitsgleich arbeitenden Gruppen
lassen sich so z.B. die Verläufe mit den in Tabelle
4 vorgegebenen Anfangsbedingungen protokollieren.
| Diagramm |
Diabetiker oder Nichtdiabetiker
|
Anfangskonzentration in mg/100ml
|
Blutzuckerspiegel in g nach einer
Zeiteinheit |
Nahrungsaufnahme |
| 1 |
Nichtdiabetiker |
99 |
100 |
|
| 2 |
Nichtdiabetiker |
70 |
50 |
|
| 3 |
Nichtdiabetiker |
99 |
50 |
|
| 4 |
Nichtdiabetiker |
99 |
0 |
|
| 5 |
Diabetiker; Injektion nach 5 Zeiteinheiten
|
70 |
100 |
|
| 6 |
Diabetiker Injektion nach 18 Zeiteinheiten
|
70 |
100 |
|
| 7 |
Diabetiker Injektion nach 5 Zeiteinheiten
|
70 |
50 |
|
| 8 |
Diabetiker Injektion nach 18 Zeiteinheiten
|
70 |
0 |
|
| 9 |
Diabetiker Injektion nach 15 Zeiteinheiten
|
70 |
0 |
|
Tabelle 4: Ausgangsbedingungen verschiedener
Simulationsläufe.
In den Beispieldiagrammen wird angenommen,
daß keine plötzliche Adrenalinausschüttung auftritt.
Die Beispieldiagramme zeigen nur grundlegende Verläufe,
so daß auch bei Vorlage dieser Diagramme der Schüler
genügend Freiräume hat, selbständig auf Entdeckungreise
zu gehen.
Um Zeit einzusparen, insbesondere auch,
um Zeit für interessante schülerorientierte Problemansätze
freizuhalten, bietet es sich an, einzelne Beispielgraphiken
direkt einzusetzen. So können die Schüler einmal ihre
Daten damit vergleichen und die verschiedenen Parameter
farbig markieren. Dieser Ansatz sollte aber nicht das
eigene Protokollieren und das eigene Diagramm ersetzen.
Es empfiehlt sich, nur zwei verschiedene Datensätze
bzw. Diagramme bearbeiten zu lassen, z.B. die Beispieldiagramme
1 und 5, wenn die Lerngruppe, von ersichtlichen Unterschieden
ausgehend, phänomenologisch an die Problematik herangeführt
werden soll. Alternativ kann auch mit den Beispielen
4 und 5 die Diskussion eröffnet werden, wenn es darum
geht, problemorientiert an die Thematik heranzugehen.
In der ersten Stunde sollte der zeitliche Verlauf für
jeweils eine Simulation protokolliert sein. Die 2. Stunde
könnte dann mit dem Vergleich eines Nichtdiabetikers
und eines Diabetikers gemäß der Beispieldiagramme 4
und 5 beginnen. Dieser Vergleich sollte den Schülern
zunächst ein gleichartiges Bild eines Fallbeispiels
vermitteln, bei dem erst genaues Hinsehen Unterschiede
und weiterführende Fragen erkennen lassen! Bei Anfangswerten
von 70mg/100ml Blutzucker könnte beim Diabetiker auch
die Frage auftauchen, ob eine zu hohe Insulindosis zu
dem starken Blutzuckerabfall führt. Der hypoglykämische
Schock tritt aber auch beim Nichtdiabetiker auf, so
daß die Diskussion mit Vorschlägen weitergeführt werden
kann, die vorbeugend helfen könnten, in beiden Fällen
diesen raschen Blutzuckerabfall zu vermeiden. Der Vergleich
von Diagramm 1 und 5 hingegen könnte zunächst einmal
zu der Frage hinführen, wann eine Insulininjektion optimal
anzusetzen ist und wie der Verlauf aussehen könnte,
wenn die Injektion erheblich später erfolgt.
Sekundarstufe II
Dieser Entwurf kann in der Oberstufe derart
abgewandelt werden, daß die Schüler von Anfang an stärker
zur Hypothesenbildung aufgefordert werden. Der Oberstufenschüler
sollte einen Versuchsplan entwickeln und die Protokollierung
entsprechend dem vorab erstellten Versuchsplan durchführen,
bis hin zur graphischen Aufarbeitung der Ergebnisse
und der daraus herauslesbaren Erklärungen. Die Übertragung
der protokollierten Werte in ein Diagramm (s. Arbeitsbogen)
kann direkt auf eine Folie erfolgen, so daß in der Folgestunde
die Auswertung erleichtert ist. Es ist darauf zu achten,
daß die Beispieldiagramme nur bei gleichem Maßstab direkt
mit den selbst erstellten Diagrammen durch Übereinanderlegen
zu vergleichen sind. Auf den einheitlichen Maßstab ist
auch zu achten, wenn die Schüler den Auftrag erhalten,
diese Diagramme nach Simulationslauf selbständig zu
erstellen, ohne daß Beispieldiagramme vorgelegt werden.
Für die Blutzuckerkonzentrationen kann bei DIN A4-Querformat
1 cm für je 10 mg Blutzucker abgetragen werden und je
1 cm für eine Aktivitätseinheit, sowie für die Zeitachse
1 cm pro Zeiteinheit.
Das erste, worauf Schüler eine Antwort
erwarten, ist eher die nach den tatsächlichen Zeitabläufen.
Eine relative Zeiteinheit im Modell entspricht in der
Realität etwa 10 Minuten. Liegen konkrete Erfahrungen
von Schülerseite aus vor, so kann es sein, daß der Versuch,
die relativen Insulinwerte mit Realdaten zu vergleichen,
fehlschlägt, da in dem vorliegenden Modell nur der untergewichtige
Diabetiker berücksichtigt wird. Unter Zugrundelegung
einer Zeiteinheit von 10 Minuten kann die Halbwertszeit
des Insulins in relativen Einheiten ("Wirkungseinheiten")
genügend genau bestimmt werden. Es ist ausdrücklich
darauf hinzuweisen, daß diese Wirkungseinheiten nicht
mit realen Konzentrationseinheiten gleichzusetzen sind.
6 Literatur
Anfang
des Dokuments
AHLHEIM, K.-H.; REDAKTION NATURWISSENSCHAFT
UND MEDIZIN DES BIBLIOGRAPHISCHEN INSTITUTS. Hg. Wie
funktioniert das? Der Mensch und seine Krankheiten.
Mannheim: Meyers Lexikonverlag 1984.
BAYRHUBER, H. Kybernetik in Schulbüchern.
Unterricht Biologie, H. 21, S 43 - 48, 1978.
BAYRHUBER und, H. und U. Kull, Hg. LINDER
Biologie 20. Auflage. Stuttgart: Metzler, 1989.
BAYRHUBER, H. und G. SCHAEFER: Kybernetische
Biologie. Unterrichtseinheit für die Sekundarstufe II.
IPN-Einheitenbank. Curriculum Biologie. Köln: Aulis
Verlag Deubner & Co KG, 1980.
BERCK, K.-H. UND D. GRAF, Hg. Rahmenplan
Des Verbandes Deutscher Biologen Für Das Schulfach Biologie.
Publikation Nr.7 des Verbandes Deutscher Biologen e.V.
Bremen: VDBiol, 1987.
v.BERTALANFFY, L. Biophysik des Fließgleichgewichtes.
Einführung in die Physik offener Systeme und ihre Anwendung
in der Biologie. Braunschweig: Vieweg, 1953.
DEUTSCHES INSTITUT FÜR NORMUNG. Hg. DIN
19.226. Regelungstechnik und Steuerungstechnik - Begriffe
und Benennungen. Berlin 1968
ESCHENHAGEN, DIETER, ULRICH KATTMANN und
DIETER RODI. Fachdiedaktik Biologie. Köln: Aulis Verlag
Deubner & Co KG, 1985.
HARDIN, G. Biology, its principles and
implications. San Franscisco/London: Freeman, 1966.
HASSENSTEIN, B. Biologische Kybernetik.
Heidelberg: Quelle & Meyer, 1977.
HÖGERMANN, Ch. Zum Stellenwert der Kybernetik
im Biologieunterricht. Der mathematische und naturwissenschaftliche
Unterricht. 42/1 S.21-26. Bonn: Ferd. Dümmler Verlag,
1989.
KAHN, B. Insulin. Cambridge: University
Press, 1987.
KATTMANN, U. Glucose im Fließgleichgewicht.
Unterricht Biologie, H. 158, S. 32 - 35, 1990.
KATTMANN, U. Das homöostatisch gesicherte
Fließgleichgewicht. Zur kybernetischen Beschreibung
von Biosystemen.Teil II MNU 33, H.5 , S. 283-289, 1980.
KATTMANN, U, W. PALM und F. RÜTHER. Kennzeichen
des Lebendigen Stuttgart: Metzler, Band 2, 1983.
MOSTLER, G., D. KRUMWIEDE und G. MEYER.
Methodik und Didaktik des Biologieunterrichts. Heidelberg:
Quelle & Meyer, 1979.
ROSE, A., D. MORGAN, V. SPASIC: Blood
sugar. York: Longman Micro Software, 1983.
SCHAEFER, G. Kybernetik und Biologie.
Stuttgart: Metzler, 1972.
SCHAEFER, G. Kybernetik im Biologieunterricht.
Unterricht Biologie, H. 21 S. 2 - 10, 1978.
SCHMIDT, R. F. und G. THEWS, Hg. Physiologie
des Menschen. Berlin: Springer, 1977.
STEINBECK, R. und B. MARKERT. Ansätze
zur Arbeit mit dem Regelkreismodell Praxis der Naturwissenschaft
- Biologie 4/38 S. 39-41. Praxis der Naturwissenschaften
-Biologie- (PdN-B) Köln: Aulis Verlag, 1989.
THEWS, G., E. MUTSCHLER und P. VAUPEL.
Anatomie Physiologie Pathophysiologie des Menschen.
3. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart:
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 1989.
9. Lehrpläne (SI und SII)
BADEN-WÜRTTEMBERG. Amtsblatt des Ministeriums
für Kultus und Sport. Bildungsplan für das Gymnasium
Band 1. Lehrplanheft 8: Stuttgart, Neckar Verlag,1984.
BAYERN. Amtsblatt des Bayrischen Staatsministeriums
für Unterricht und Kultus KMBl I So.-Nr. 17 S. 515ff.Richtlinien
Biologie. München: 1979.
BREMEN. Der Senator für Bildung, Wissenschaft
und Kunst. Gymnasiale Oberstufe. Rahmenrichtlinien Biologie:
Bremen: 1986.
HAMBURG. Lehrplanrevision Haupt- und Realschulen.
Freie und Hansestadt Hamburg. Behörde für Schule und
Berufsbildung. Amt für Schule und Lehrplan. Lehrplan
und Handreichung Biologie.Hamburg: 1985.
HESSEN. Der Hessische Kultusminister.
Kursstrukturpläne, gymnasiale Oberstufe. Aufgabenfeld
III. 3. Biologie Frankfurt: Verlag Moritz Diesterweg,
1980.
HESSEN. Der Hessische Kultusminister.
Rahmenrichtlinien. Sekundarstufe I Frankfurt: Verlag
Moritz Diesterweg, 1976.
NIEDERSACHSEN. Der Niedersächsische Kultusminister.
Richtlinien für das Gymnasium. Biologie. Gymnasiale
Oberstufe. Hannover: Berenberg'sche Druckerei GmbH u.
Verlag: 1983.
NIEDERSACHSEN. Der Niedersächsische Kultusminister.
Richtlinien für den Unterricht in Klasse 7-10. Hannover:
Berenberg'sche Druckerei GmbH u. Verlag, 1981.
NORDRHEIN-WESTFALEN. Die Schule in Nordrhein-Westfalen.
Eine Schriftenreihe des Kultusministers. Realschule
3309, S. 49ff.. Gymnasium 3413, S. 64ff. Düsseldorf:
Greven & Bechtold GmbH, 1978.
NORDRHEIN-WESTFALEN. Die Schule in Nordrhein-Westfalen.
Eine Schriftenreihe des Kultusministers. Gymnasiale
Oberstufe. Düsseldorf: Greven & Bechtold GmbH, 1981.
NORDRHEIN-WESTFALEN. Die Schule in Nordrhein-Westfalen.
Eine Schriftenreihe des Kultusministers. Gesamtschule.
Richtlinien Naturwissenschaften. Düsseldorf: Greven
& Bechtold GmbH, 1981.
RHEINLAND-PFALZ: Hrsg. Kultusministerium
Rheinland Pfalz. Lehrplanentwurf Biologie. Klassenstufe
7-9/10. Hauptschule, Realschule, Gymnasium. Mainz: Verlag
Emil Sommer Grünstadt, 1978.
SAARLAND.Hrsg. Minister für Kultus Unterricht
und Volksbildung. Lehrplan Biologie, Gymnasium - Gesamtschule.
Saarbrücken: 1988 ff.
SCHLESWIG-HOLSTEIN. Der Kultusminister
des Landes Schleswig-Holstein. Lehrplan Biologie. Kiel:
1982.
SCHLESWIG-HOLSTEIN. .Der Kultusminister des
Landes Schleswig-Holstein. Rahmenrichtlinien Biologie.
Kiel: Vertrieb Schmidt & Klaunig, 1986.
|